Auf der kommenden documenta12 wird es eine Bondage-Videoinstallation der Künstlerin und Filmemacherin Dr. Hito Steyerl unter dem Titel "Lovely Andrea" geben, die sich aus verschieden Japanbondage und realen Gewaltszenen zusammensetzt. Angesichts des youtube-Videos der die Startseite des Internetauftritts der documenta schmückte, wurde seitens der Pressestelle zunächst von einem Hackerangriff gesprochen. Man sei bemüht das Video von der Seite zu entfernen.
Zwischenzeitlich erklärte die Pressestelle der ducumenta allerdings, es handele sich um einen dreiminütigen Beitrag der Ausstellung in dem die Fessel-Szenen mit Aufnahmen aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo und Ausschnitten aus dem Film "Spider-Man 1" verknüpft sind.
Die Künstlerin selbst schreibt über ihre Arbeit:
"There is bondage all over the place.
Bondage ist überall. Ich fessle; du fesselst; wir sind gefesselt. Die Kunst des Knotens ist nicht nur in Abu Ghraib und Guantanamo populär. Ich spinne; du spinnst; wir sind verbunden. Netzwerke und Webs, Seilschaften und Abhängigkeit: Wir sind drin.
It´s art!
Auf einem Foto von 1987 bin ich nackt mit Seilen gefesselt zu sehen. Das Foto wurde in Tokyo aufgenommen und zeigt die japanische Fesseltechnik Nawa Shibari. Lovely Andrea zeigt die Suche nach diesem obskuren Pornobild in der Tokyoter Bondageszene, in Sexarchiven und bei jenen Spezialisten des Fachs, die das nackte Leben als Kunst verstehen.
Inside the web...
Lieber gefesselt oder lieber in freiem Fall? Ja! Lieber on- oder offline? Ja! Fliegen oder hängen? Fallen oder schweben? Fake oder Wirklichkeit? Warum nicht! Abhängig oder unabhängig? Was sonst!"
Hito Steyerl zeigt neben der Videoinstallation "Lovely Andrea" zwei weitere Arbeiten auf der documenta die vom 16. Juni - 23. September in Kassel stattfindet.