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The Pet - Die Sklavin PDF Drucken E-Mail
Friday, 22. June 2007
Nun habe ich ihn hier liegen, "The Pet - Die Sklavin" lautet der vielversprechende Titel unter dem coolen Pyramidenkäfig, der keinen Zweifel darüber aufkommen lässt, das "The Pet" ein sehr menschliches weibliches Tier sein wird.

"The Pet" will uns die Geschichte der in ärmlichen Verhältnissen lebenden Marie erzählen, die sich von einem charmantem wohlhabendem Liebhaber mit viel Gefühl in die Welt des Petplays entführen lässt. Zugleich will der Film uns eine Geschichte des internationalen Menschenhandels, der Sklaverei und des Organhandels erzählen. Wer bishierher zugehört hat, wird schon merken, dass die Dinge nicht unbedingt zusammen passen werden. Die Befürchtungen werden im vollem Umfang erfüllt.

In einer kaum durchschaubaren Abfolge wird aus dem Blumenmädchen Marie die Hundedame "Good Girl" auch GG genannt. Schon der Überzeugungprozess grenzt eher an eine Karikatur. Reicher Mann hilft armen Mädchen ihre Schulden zu bezahlen und ihre vom nun Exfreund zu Tode gefolterte Katze beim Tierarzt auszulösen. Der Gute hat unlängst seinen irisch Setter verloren und bietet Marie gar einen Begräbnisplatz in seinem Garten, besser gesagt Park an. Marie, ohne geliebtes Haustier und Freund und mit von diesem besetzter Wohnung zeigt verständlicherweise großes Interesse an dem Mann, der am Restaurantisch mal eben einen 10.000 $ Scheck ausfüllt, bei einem gemeinsamen Abendessen eröffnet ihr der Angebetete seine Vorstellungen von einem neuem Haustier. Die Wendung von der Frau die mal die "Geschichte der O" gesehen hat zur willigen Hündin für 2-3 Tage geht einwenig schnell. Auch das ihr das irisch Shetterhalsband im Design des O-Halsbandes perfekt passt macht die Situation nicht gerade glaubwürdiger.

Wer nun glaubt mit interessanten Petplayszenen verwöhnt zu werden, wird leider mit Gassi geh und Wasser aus dem Brunnentrinkszenen enttäuscht. Highlight der Produzenten ist wohl die Hündchen hol Stöckchen-Situation sein. Sie wird noch diverse Male wiederholt.

In einem zweitem Handlungstrang erlebt eine andere Frau die geballte Gewalt des organisierten Menschenhandels um auf den gleichen Ausbildungsstand zu gelangen.

Was beides nun miteinander zu tun hat lässt der Film genauso offen, warum beide Stränge sich schließlich in schneebedeckten Hügeln zusammentreffen und erst recht bleibt offen warum man Menschen erst mühsam zu Hunden ausbildet, um sie dann zwecks internetbasiertem Organhandel auszunehmen. Die Hündinnen spielen derweil mit Stöckchen im Schnee.

Als dann auch noch der Krankenwagen vorfährt um GG gegen den Willen ihres Herrchens abzuholen und sie mit einer langsam wirkenden Spritze eingeschläfert wird, während das Herrchen telefonieren geht, fühlt man sich an alte Horrorfilme erinnert, ich sage nur "Fleisch, für Dr. ..."

Insgesamt wirft der Film mit Vorurteilen und Sensationslüsterunen Szenen um sich, ohne eine Aussage zu treffen. Einige Szenen sind wirklich schön und durchaus sehenswert, überwiegen besteht der Film allerdings aus einer Aneinanderreihung wilder Geschichtsstränge, die allenfalls Liebhaber von nackten Frauen beim Stöckchen holen aus dem Sessel reissen wird.

Warum der ganze Film von den Menschenrechtskonventionen gegen Sklaverei eingerahmt wird, bleibt wohl ein Geheimnis der Macher.

Es bleiben schöne aber kischeebehaftete Darsteller, ein teilweise romantisches Ambiente und ein origineller Käfig. Aber dafür hätte es die wirre Handlung nicht gebraucht.

Ich habe selten 85 min mit einem solch miesem Film verbracht.

The Pet ist seit kurzem als Verleihfilm in den deutschen Videotheken ausleihbar und kann ab August 2007 käuflich erworben werden.
 

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